Eine genomische Karte des Mausgehirns

Nature Neuroscience hat einen schönen kleinen Bericht über eine neue Ressource, die sich für Neurowissenschaftler als nützlich erweisen sollte - einen anatomischen Genexpressionsatlas des erwachsenen Mausgehirns.

Der Atlas ist unter //mouse.brain-map.org/agea, mit freundlicher Genehmigung der Allen Foundation, frei verfügbar. Es ist eine Karte des gesamten erwachsenen Mausgehirns mit Daten zu den Expressionsniveaus von 4.376 Genen. Sie können auf einen Punkt im Gehirn klicken und sehen, welche Bereiche ein ähnliches Genexpressionsmuster aufweisen:

Je heißer die Farbe, desto stärker korreliert das Genexpressionsprofil an diesem Punkt im Vergleich zu Ihrer ausgewählten Region. Dies ermöglicht es, die verschiedenen Regionen des Gehirns nicht nur anatomisch, sondern auch genomisch - phantasievoll zu sehen. Hier habe ich auf einen Punkt im Cortex geklickt, und dies zeigt, dass andere Punkte im Cortex dazu neigen, das gleiche Genexpressionsmuster zu haben. Das überrascht natürlich nicht.

Dies ist für einige Neurowissenschaftler von unschätzbarem Wert und für die meisten anderen nicht von großem Nutzen, aber es ist eine Quelle hübscher Bilder für alle - und es ist ein Beispiel für die Leistungsfähigkeit dieser Art von Datenbank. Der Genomatlas stammt aus dem Allen-Brain-Atlas, mit dem Sie sehen können, wo im Gehirn ein bestimmtes Gen exprimiert wird. Siehe auch BrainMAP.org für einen bescheidenen Versuch, das gleiche für das funktionale Neuroimaging zu tun.

Lydia Ng, Amy Bernard, Chris Lau, Caroline C. Übermäßig, Hong-Wei Dong, Chihchau Kuan, Sayan Pathak, Susan M. Sunkin, Chinh Dang, Jason W. Bohland, Hemant Bokil, Partha P. Mitra, Luis Puelles, John Hohmann, David J. Anderson, Ed S. Lein, Allan R. Jones, Michael Hawrylycz (2009). Ein anatomischer Genexpressionsatlas des erwachsenen Mausgehirns Nature Neuroscience, 12 (3), 356-362 DOI: 10.1038 / nn.2281